Niederberger-Schwitter Karin

Karin
Niederberger-Schwitter
Detailhandelsangestellte
1970
Malix
verheiratet
Kreis: Churwalden
FDP
Stellvertreterin bisher


Haben Sie ein Lebensmotto, wenn ja welches?
In Bezug auf die Politik lautet mein Motto: Wer sich nicht mit Politik befasst, überlässt anderen unreflektiert die Macht und dient so oft ungewollt der stärksten Partei. Verantwortung sollte nicht delegiert werden. Eigenverantwortung wahrnehmen ist wichtig. Nur so kann sich jeder einbringen und selbst etwas bewirken.

Im Bezug auf mein Leben lautet mein Motto:
Ich bin froh und dankbar, dass ich im schönsten Land der Welt leben darf.

In welchem Umfeld bewegen Sie sich:
Familien-, Erwerbs- und/oder ehrenamtliche Tätigkeit?

  • Familie / Kinder: verheiratet mit Ruedi. Wir haben sechs Kinder: Ricarda, Gina, Tamara, Marc-Ursin, Nina & Silvan
  • Berufstätigkeit / Pensum: Mutter, Hausfrau, Mitarbeit in unserem KMU-Betrieb
  • Ehrenamtliche Tätigkeit: Seit zehn Jahren Präsidentin Bündner ÄlplerInnenverein, seit 5 Jahren Präsidentin Eidg. Jodlerverband, OK Mitglied Eidg. Jodlerfest Interlaken 2011, OK-Mitglied Eidg. Jodlerfest 2014 Davos/Klosters
Beschreiben Sie uns Ihren politischen Werdegang – Ihre Motivation:
Ich bin seit 2002 Vorstandsmitglied und Vize-Präsidentin der FDP Kreis Churwalden,
5 Jahre als Mitglied im Gemeindevorstand Malix
seit 2006 Grossratsstellvertreterin.
2011 kandidierte ich für den Nationalrat.
 
Was möchten Sie als Regierungs- oder Grossrätin bewegen?
Als sechsfache Mutter, Älplerin, Verbandspräsidentin und KMU-Unternehmerin stehe ich für eine pragmatische Politik ein. Kooperation hat in unserem Kanton seit Jahrhunderten das Leben von uns Menschen geprägt und gesichert.
Die Zusammenarbeit über regionale und politische Grenzen hinweg ist mir äusserst wichtig.
  
Wo sind Ihre Schwerpunkte?
Unsere KMU-Betriebe in der Schweiz sind das Rückgrat für die gesamte Wirtschaft des Landes. Als Bündner KMU-Unternehmerin stehe ich dafür ein, dass die kleinen und mittelgrossen Betriebe bessere Rahmenbedingungen erhalten, um so auch in Zukunft qualifizierte Arbeitsplätze anbieten und schaffen zu können.
Die Alp- und Landwirtschaft ist unser aller Nährboden. Tourismus, Landwirtschaft und Landschaftspflege sind eng verzahnt und bedingen und brauchen sich gegenseitig. Unser Bergtourismus benötigt eine gesunde, gefestigte Alp- und Landwirtschaft. Als Präsidentin des Bünder ÄlplerInnenvereins setze ich mich dafür ein, dass die Land- und Alpwirtschaft auf Bundesebene ihre dringend nötige Anerkennung und Förderung erhält.
Ich setze mich ein für eine zukunftsorientierte Familienpolitik. Denn eine gesunde Familie ist der Zellkern einer gesunden Gesellschaft. Unsere Jugend ist unsere Zukunft. Junge Menschen sind diejenigen, welche die Wirtschaft von morgen ankurbeln und tragen werden. Grundwerte wie Verantwortung, Toleranz, Respekt und Dankbarkeit müssen in der Familie vorgelebt werden.
Nur eine Gesellschaft, in der auch der freiwillige Einsatz von Menschen für den Menschen und für die Umwelt als Leistung und damit als wirtschaftlicher Faktor anerkannt wird, ist eine gesunde und moderne Gesellschaft. In dieser Hinsicht gilt es, Aufklärungsarbeit zu leisten. Marktwirtschaftliche Wertschöpfung muss sich an gesellschaftlichen Werten orientieren.
 
Haben Sie (politische) Vorbilder?
Jede Frau und jeder Mann, der sich für die Öffentlichkeit oder in der Politik engagiert, sind grosse Vorbilder für mich. Unser Jahrhunderte altes System funktioniert auf diese Art und ist für den sozialen Zusammenhalt in der Schweiz nicht weg zu denken.
 
Was heisst Gleichstellung für Sie und was brauchen wir, um die Gleichstellung in Graubünden zu fördern?
Unter Gleichstellung verstehe ich die Chancengleichheit von Frau und Mann, der gleiche Lohn für gleiche Arbeit und die soziale Gerechtigkeit auf Grundlage der Menschenrechte. Wir müssen in der Familie die Gleichstellung vorleben, Eigenverantwortung übernehmen und versuchen, dies in den Alltag zu integrieren und umzusetzen. Fördern kann man die Gleichstellung allein schon dadurch, indem sich mehr Frauen politisch engagieren. Generell gilt: Mit Fairness, Solidarität und Respekt auf allen gesellschaftlichen Ebenen rücken wir der Gleichstellung einen Schritt näher.